Freitag, 18. Mai 2012

Speckkartoffelsalat mit Stint (?)


Speckkartoffelsalat ist klar, das verheißungsvolle Wort  "satt" steht kurz und prägnant für "all you can eat" - aber Stint? Wer aus südlicheren Gefilden kommt, dem ist diese Delikatesse vielleicht ebensowenig vertraut wie uns bislang. Ein Freund erwähnte beiläufig, dass er nach Lüneburg fahren wird, um einmal im Jahr "Stint" zu essen. Wenn Stint nur zu einer bestimmten Jahreszeit auf der Speisekarte steht, muß es sich um eine besondere Delikatesse handeln, die auch wir kennenlernen wollten. Stint ist ein kleiner silbriger Fisch mit festem weißen Fleisch. Seine Gräten sind so zart, dass sie problemlos mitverzehrt werden können. Die Zubereitung ist einfach und lecker. Der Kopf wird abgeschnitten, der Fisch in Mehl gewälzt und in Fett schwimmend ausgebraten. Wie der Hering und manch andere Delikatesse war der Stint früher ein "arme-Leute-Essen".  Die Saison geht von Januar bis März, in dieser Zeit wandert der Stint vom Atlantik und der Ostsee in die Flüsse zum Laichen.


Leider ist der Stint nicht nur eine saisonal sondern auch eine regional begrenzte Delikatesse. Wir werden künftig eine schöne Tradition daraus machen müssen, einmal jährlich in den Norden zu fahren, um diese Delikatesse zu essen. Aber wir duften von dieser Reise doch noch eine Spezialität mit nach Hause nehmen: das Rezept des leckeren Speckkarroffelsalats. 



Der symphatische Koch des Restaurants stammt aus dem Rheinland. Vielleicht in Erinnerung an den rheinischen Sauerbraten war der Kartoffelsalat mit einem süss-sauren Dressing angemacht. Ungewöhnlich aber schmeckt wirklich lecker zu gebratenem Fisch wie Seelachs, Kabeljau, Rotbarsch - oder Stint. Für ein Fischessen ist auch das begleitenden Getränk ungewöhnlich: Am Besten schmeckt zu Stint und Speckkartoffelsakat ein kaltes Bier.


Speckkartoffelsalat

1 Kilo festkochende Kartoffel
120 gr. magerer leicht geräucherter Bauchspeck ohne Schwarte, gewürfelt
50 ml Apfelessig
200 ml Brühe oder mehr (Gemüse oder Rind)
1 EL Zucker, Pfeffer

Die Kartoffeln in der Schale in Salzwasser weichkochen. Währenddessen die Speckwürfel in einer großen beschichteten Pfanne auslassen. Wenn der Speck sehr mager ist, einen TL  Öl dazu geben. Apfelessig und Brühe mit dem Zucker angiessen. Wer den Salat feuchter mag, gibt mehr Brühe hinzu. Die Kartoffeln saugen fast die gesamte Brühe auf.
Die Kartoffeln schälen und in das Dressing geben, pfeffern. Da der Speck und die Brühe salzig sind, braucht es eigentlich kein weiteres Salz mehr.


Die Kartoffelscheiben in dem Dressing aufkochen lassen. In eine Schüssel füllen und auf abkühlen lassen.


















Kommentare:

  1. Ach - jetzt haben meine kleinen Fische endlich einen Namen!

    Hier habe ich sie in meinem Blog beschrieben: http://spacesandspices-dorrie.blogspot.de/2012/03/kleine-fische-small-fishes.html

    Wir machen uns allerdings nicht die Muehe, sie zu koepfen ;-)

    Du hast einen sehr schoenen Blog, habe ich ueber Chefkoch.de gefunden.

    Gruss Dorrie (bei CK Dorry)

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    1. Hallo Dorrie,

      Danke für Deinen Hinweis!
      Jetzt weiß ich endlich wie die kleinen Fische mit Kopf aussehen!

      Grüsse von Guuglhupf

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